Martina Wildgrube
Wild entschlossen, für Halle etwas zu bewegen
Rechtsanwältin Martina Wildgrube will, dass in der Stadt alles rechtens ist
Ihre Augen leuchten, wenn sie von Halle spricht. Diese Stadt, die nach der Wende mehr und mehr ihre oft einmaligen Reize offenbarte und offenbart, liegt Martina Wildgrube außerordentlich am Herzen. Dabei wurde die Rechtsanwältin vor 47 Jahren noch nicht einmal an der Saale geboren, sondern im mecklenburgischen Bützow. Nach im Lebensjahr "entführten" sie ihre Eltern an den Ort, dem sie seither treu geblieben ist. "Ich fühle mich einfach als richtige Hallenserin", bekennt sich die attraktive blonde Frau zu der Kommune, für die sie sich schon stark engagiert hat und für die sie noch einiges bewegen möchte. Deshalb ist Martina Wildgrube im Kuratorium Altes Rathaus e. V. stellvertretende Vorsitzende, weil es sie einfach schmerzt, wie gedanken-, geschichts- und herzlos oft mit den architektonischen Schätzen Halles umgegangen wurde und wird. Während in gewissen Kreisen den gewaltverherrlichenden Denkmal-Scheußlichkeiten der roten Ära alle Anteilnahme zuteil wird, soll an den ideologisch begründeten Abriss des eigentlich nur kriegsbeschädigten, aber nicht zerstörten Alten Rathauses möglichst nicht erinnert werden. (Wer alte Fotos heranzieht, wird feststellen, dass der Ratshof mindestens ebenso angebombt war wie Rathaus und Waagegebäude - der aber wurde schnell wieder aufgebaut!)
Überhaupt sieht die Juristin in der Saalestadt dringenden Handlungsbedarf, Selbstgerechtigkeit, Resignation und Kleingeisterei im kommunalen Geschehen energisch entgegen zu wirken. Deshalb bewarb sie sich bei der Kommunalwahl 2004 auf der Liste der Freidemokraten um einen Sitz im Stadtrat. Jetzt will sie versuchen, die Geschicke des Landes mitzugestalten.Dafür bringt Martina Wildgrube nicht zuletzt wegen ihrer Fachkompetenz beste Voraussetzungen mit. Außer den genannten Aktivitäten wären noch ihre Mitgliedschaft in der Initiative für Halle und den Saalkreis, im Deutschen sowie Halleschen Anwaltverein und in der Deutsch-Französischen Gesellschaft zu nennen. Und seit Februar 2003 mischt sie noch bei den halleschen Liberalen mit. "Ich tat diesen Schritt sehr bewusst und hatte ihn gedanklich lange vorbereitet. Die FDP ist die Partei, die meiner Lebenseinstellung am meisten entspricht und in der ich mich als Selbständige am besten vertreten fühle", begründet die tatenfrohe Frau ihre Entscheidung. An letzterer hat übrigens Lutz Pieper, der Ehemann unserer Landesvorsitzenden Cornelia Pieper, keinen geringen Anteil. Er war einstmals ihr Lebensmittellieferant und lieferte offensichtlich geschickt Argumente für eine Mitgliedschaft bei den Liberalen mit. "Ich fühle mich richtig wohl in dieser Partei und möchte in ihr und mit ihr noch einiges zu Stande bringen", bekennt die "Jungliberale" (hinsichtlich der Zeit ihrer Mitgliedschaft).
Der bisherige Lebenslauf unserer Parteifreundin belegt, dass sie selbst stets ausgesprochen beweglich war, um ihre Ziele zu erreichen. Nach der DDR-üblich Polytechnischen Oberschule folgte die Ausbildung als Stomatologische Schwester, auf der Volkshochschule machte sie mit 20 Jahren ihr Abitur und schwankte danach, ob es Zahnmedizin oder Jura sein sollte. Letztere Fachrichtung wurde es erwiesenermaßen. Auch da blieb Halle ihr Universitätsort. Beruflich Bewährung danach in verschiedenen Betrieben und Einrichtungen als juristische Mitarbeiterin, zur Wendezeit kurz arbeitslos und 1992 Sprung in die Selbständigkeit. Tätigkeitsschwerpunkte der Kanzlei von Martina Wildgrube in der
Händelstraße 8, Tel. 0345 - 290 38 96
sind Arbeits-, Straßenverkehrs- und Mietrecht. Darüber hinaus sind Interessenschwerpunkte Versicherungsrecht und Arzthaftungsrecht.
Und wer die Juristin noch nicht leibhaftig zu Gesicht bekommen haben sollte, der hat sie vielleicht schon im MDR-Mittagsmagazin gesehen oder in der ZDF-Sendung WiSo.
Alles, was recht ist: In Martina Wildgrube haben wir eine Parteifreundin, die dafür kämpft, dass nicht nur in unserer Stadt alles rechtens zugeht.
Odo Lilienthal