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Ulrich Wegener

Mein Leben gern der Stadt gewidmet


In Ballenstedt geboren und aufgewachsen, hier auch die große Liebe gefunden und Vater von zwei Kindern und schon bald von drei Enkelkindern, liegt ein arbeitsreiches und oft auch turbulentes Leben hinter dem Maschinenbauingenieur, der nun aus gesundheitlichen Grün-den die Firma Wegener Bau und den Wegener Messgerätebetrieb in die Hände seiner bei-den Söhne gelegt hat. Loslassen fällt ihm schon noch schwer und wenn es geht, schaut er immer mal wieder in der Firma vorbei und steht mit Rat und Tat zur Seite.

Nach dem Studium hat er im väterlichen Betrieb erst als Konstrukteur später als Hauptme-chaniker gearbeitet. Als Privatbetrieb hatte das Messgerätewerk zu DDR-Zeiten keine Zu-kunft, wurde 1972 verstaatlicht. Durch seine Tätigkeit hatte Wegener auch viel auf dem Bau zu tun und da bekam er mit, dass es immer wieder zu Engpässen bei der Bereitstellung von Wohnraum gab. Zu eben dieser Zeit - 1978 - trat man ihn heran, ob er dann nicht bei der Stadt in der Abteilung Wohnungspolitik der Stadtverordnetenversammlung Ballenstedt mitar-beiten wolle.

Die war für die Verteilung von Wohnungen zuständig. Wegener vertrat das Messgerätewerk. "Ich wurde für diese Aufgabe delegiert - stand auf der Liste der Nationalen Front für die LDPD - und übernahm den Vorsitz der ständigen Kommission Bau- und Wohnungswesen.

Er erinnert sich noch heute gut daran, dass nach Feierabend für die eigenen Leute im Be-trieb Wohnungen gebaut wurden, aber auch Produktionshallen für Betriebe der Region. In den Stadtverordnetenversammlungen wurde damals nicht über infrastrukturelle Maßnahmen geredet. Vielmehr ging es da um die Versorgung der Bevölkerung, sprich die Beseitigung von Engpässen. In der Wendezeit wurde Ulrich Wegener an den "Runden Tisch" geholt, soll-te dort Rede und Antwort stehen, auch zur Vergabe von Wohnungen. Wegener kandidierte dann 1990 für den Stadtrat, wurde gewählt und war in der ersten Legislaturperiode Stadt-ratsvorsitzender. Er arbeitete im Hauptausschuss und im Wirtschaftsausschuss mit. "Ich dachte, dass wir etwas bewegen können. Aber wir waren zu unerfahren, weil wir die bun-desdeutschen Gesetze und ihre Auswirkungen nicht kannten", blickt der FDP-Mann auf die spannende Zeit, wie er sie nennt, zurück. Die tätige Hilfe - zum Beispiel die Vergabe von Wohnraum - , so schätzt der Stadtrat es ein, ist heute nicht mehr notwendig. "Dennoch habe ich mich immer als Vermittler zwischen Stadtrat und Bürger gesehen. Daher finde ich es be-dauerlich, wenn die Bürger mit ihren Problemen nicht zu uns Stadträten kommen, dafür aber am Biertisch oder auf der Straße diskutieren", bedauert es Wegener. der sich auf diesem Wege bei den Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen über die vielen Jahren bedan-ken möchte. Danke sagen möchte Wegener auch seiner Familie, die ihm in den Jahren sei-ner ehrenamtlichen Tätigkeit immer den Rücken frei gehalten hat.

Mit dem Ausscheiden aus dem Stadtrat und der Übergabe der Firmen an seine Söhne, rückt die Familie wieder mehr in den Mittelpunkt. Die nun gewonnene Freizeit wird Ulrich Wegener entweder auf dem Golfplatz verbringen oder mit dem Wohnmobil auf Reisen gehen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung 30. Januar 2007

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WESTERWELLE: Gibt es einen gesunden grünen Teich? Wenn Wasser grün wird, ist es meistens umgekippt.

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